
1990 hab ich angefangen, mit FreeHand (2.02, glaub ich) zu arbeiten. Sicherlich deutlich mehr als 50 Prozent aller Entwürfe sind mit diesem Programm entstanden. Von Altsys entwickelt und 1988 in der Version 1 bei Aldus erschienen hat der dritte Besitzer Adobe (nach Macromedia) die Entwicklung eingestellt. Seit der Version 11 aus dem Jahr 2003 hat sich eh nix mehr getan und das Ende war absehbar. Aber wahr haben wollten wir’s nicht … Zunehmende Probleme mit Fonts und dem Drucken haben uns dann die Entscheidung erleichtert, auf InDesign und Illustrator umzusteigen.
Wir haben schon im Vorfeld viele Layouts (wo’s sinnvoll und machbar war) vom FreeHand in InDesign übernommen.
Mit einer Umsteigerschulung bei Calibrate haben wir uns auf den Illustrator eingestellt und erste Strategien entwickelt, wie wir Vorgehensweisen und Standards aus Freehand im Illustrator umsetzen. Die meistgefürchtete Frage dabei war die nach dem Umgang mit der Tatsache, dass Illustrator nur eine Seite anbietet. Das haben wir mit Ebenen weitgehend gelöst. Als bedeutender Vorteil hat sich dabei herausgestellt, dass InDesign beim Platzieren eine Auswahl der Illustrator-Ebenen zulässt. Die weitgehend reibungslose Zusammenarbeit der Adobe-Programme ist auch von Vorteil und die schwer verstehbaren Unterschiede bei den Kurzbefehlen lassen sich auch rasch umdefinieren…
Was die Umstellung kosten wird und in welchem Ausmaß sie die Kosten – über rationelleres Arbeiten mit neu aufgesetzten Methoden – wieder hereinspielt, ist noch unklar. Sicher ist aber jetzt schon: Die „erzwungene“ Änderung bei der Software lässt sich beim Überprüfen/Ändern von Gewohnheiten und beim Neugestalten von Arbeitsprozessen positiv nutzen.
