Freitag, 10. Dezember 2010
Michael Atteneder
Doris Prenn, prenn_punkt, wurde zum Kunst-am-Bau-Wettbewerb für das neue Gemeindeamt in Stoheim/OÖ eingeladen.
Gemeinsam haben wir ein Projekt eingereicht und den Bewerb gewonnen.
Ziel unseres Entwurfs war einerseits, das neue Gebäude (Architekt: DI Manfred Waldhör), andererseits die Bevölkerung von Stroheim in den Entwurf einzubeziehen. Und damit zu vermeiden, dass die Kunst am Bau als fremdes Accessoire am Gebäude oder Gelände „klebt“.
Entstanden ist ein Entwurf, der die Konturen von Menschen (mehrfach) mit den Namen aller Gemeindebürger zum Stichtag 5. Mai 2010 füllt. Der Entwurf wurde von Lang+Lang auf hochtransparente Folien gedruckt, innen und außen auf den Glasscheiben im Erdgeschoß verklebt und zudem mit dem überdimensionalen Gemeindenamen unterlegt. Ergeben hat sich daraus ein spannendes Spiel mit Typografie, den sich verändernden Lichtverhältnissen, mit der Tiefe der Verglasung und dem Schattenspiel der Projektionen auf die innenliegenden Bauteile.

Auch die Beschriftung des Gebäudes, des Pults im Empfangsbereich und den Anlaufschutz für die Glasflächen haben wir gestaltet.

Dienstag, 6. Juli 2010
Michael Atteneder
prenn_punkt + Atteneder Grafik Design
Auftraggeber Gemeinde Niederkappel
Rahmen Kulturwanderweg
Standort Niederkappel, Oberösterreich
Länge 8 Kilometer
Kurator VSD Josef Eibl
Thema Biographie Altbundespräsident Dr. Rudolf Kirchschläger
Planungsphase 2007– 2008
Laufzeit Dauer
Herausforderung
Klare Struktur bei optimaler Integration in die Landschaft, witterungsbeständig, vandalismussicher

Umsetzung
Klare, schlanke Stelen aus gerostetem Stahl mit einem integrierten drehbaren Niro-Würfel als Informationsträger ragen aus der Landschaft. Die Stelen passen sich durch die ungewöhnliche Materialwahl der Landschaft an, ohne dabei anbiedernd zu wirken – gleichzeitig transportieren sie in ihrer Einfachheit und Klarheit auch optisch die Person des Altbundespräsidenten.
Passend zur Persönlichkeit von Dr. Kirchschläger sprechen die einzelnen Informationen in Form ausdrucksstarker Bilder und Zitate für sich selbst. Jedes der drehbaren Elemente trägt auf einer Seite ein Zitat, auf der anderen ein Porträt. Das drehbare Informationselement regt Neugierde und Entdeckerfreude der WanderInnen an.
Text: Doris Prenn
Freitag, 2. Juli 2010
Michael Atteneder
Unter dem Titel erscheint was aus grauer Vorzeit – Entwürfe, die beim Archivieren oder zufällig wieder auftauchen. Und die ich selbst schon (fast) vergessen hab. Manches gefällt mir immer noch, manches ist nur skurril.

Ausstellung in der Kachelofenfabrik – Schriften im Satzstudio auf verkleinerte Negative gesetzt, dann auf Originalformat vergrößert („gigantographiert“) und – das Irrste: alle (hunderte…) Illustrationen aus Klebefolien Farbe für Farbe mit dem Skalpell geschnitten und aufgeklebt. Und der erste Job mit einem Honorar von über 100.000,- (Schilling versteht sich). Irgendwann Anfang der 90er-Jahre.
Dienstag, 29. Juni 2010
Michael Atteneder
prenn_punkt + Atteneder Grafik Design
Auftraggeber Gemeinde Sarleinsbach, Oberösterreich
Rahmen Kulturwanderweg
Standort Sarleinsbach, Oberösterreich
Länge 10 Kilometer
Kurator Franz Eibl
Thema Besinnen auf gesellschaftlich zentrale Werte im regionalen Bezug
Planungsphase 2006 – 2007
Laufzeit Dauer
Herausforderung
„Lebensblicke“-Fenster in die Vergangenheit schaffen

Umsetzung
Der zehn Kilometer lange Themenwanderweg „Lebensblicke“ rund um Sarleinsbach bezieht die landschaftlichen Reize des Mühlviertels ein. Zwölf Themen-Stationen animieren zum Betrachten und Reflektieren von zentralen Werten unserer Gesellschaft.
Für die „Lebensblicke“-Fenster wurden gerostete Stahlträger und Aluprofile eingesetzt, um die umgebende Landschaft sowohl zu kontrastieren als auch Teil von ihr zu werden. Jedes Fenster entspricht einer bestimmten Lebenssituation, die mittels historischer Abbildungen neugierig machen und zum Nachdenken anregen sollen. In den Bildtafeln spiegelt sich das regionale Leben.
Für jede Station wurden Ruhezonen eingerichtet, die zum Verweilen einladen. Das kongruente Design wurde speziell auf die jeweilige Situation vor Ort abgestimmt.
Text: Doris Prenn
Freitag, 4. Juni 2010
Michael Atteneder
prenn_punkt + Atteneder Grafik Design
Volksverbunden, zukunftsweisend
Auftraggeber Marktgemeinde Scheiblingkirchen-Thernberg
Rahmen Erzherzog-Johann-Gedenkjahr 2009
Standort Thernberg, zwei Gebäude (Mesnerhaus, Pfarrhaus), drei Räume, Treppenhaus
Fläche 115 Quadratmeter
Kuratoren DI Josef Schuch, Martin Lechner
Thema Dokumentation „Hanns von Österreich, der Thernberger“
Planungsphase 2009
Laufzeit ab 2009
Herausforderung
Knapper Zeitrahmen, fast ausschließlich zweidimensionale Objekte, Besucherleitsystem im Pfarrhaus

Umsetzung
Alle Wände werden mit Vorsatzschalen versehen, um nicht in die historische Bausubstanz eingreifen zu müssen. Zugeschnitten auf Erzherzog Johann wird intensives Grün als Leitfarbe für alle Ausstellungsräume gewählt. Optisch strukturiert wird die Geschichte Thernbergs auf weißen Paneelen vor grünem Hintergrund, die Biografie Erzherzog Johanns hingegen auf grünen Paneelen mit weißem Hintergrund. Rote biografische Meilensteine verbinden über das Treppenhaus die Ausstellungsräume beider Häuser.
Im Mesnerhaus werden die historischen Fakten Thernbergs anhand großformatiger historischer Abbildungen präsentiert. Im Pfarrhaus steht Erzherzog Johann im Mittelpunkt. Makromotive aus persönlichen Dokumenten sowie Portraits Erzherzog Johanns dienen als Hintergrund für hinterleuchtete historische Abbildungen sowie vorgesetzte Texttafeln, die in einem strengen geometrischen Raster strukturiert sind. Alle Fenster weisen semitransparente Abbildungen auf, die Erzherzog Johann in verschiedenen Lebensaltern zeigen und innerhalb der Räume eine unaufdringliche atmosphärische Zeitschiene legen.
Text: Doris Prenn