Mittwoch, 22. Oktober 2008
Michael Atteneder
Werbung*) ist ja eher ein Kulturfolger: Sie interpretiert und nutzt die Realität viel mehr, als sie etwas erfindet oder kreativ (ein Wort das mich in der Breite/Wahl-/Belanglosigkeit seiner Verwendung sowieso sehr skeptisch macht) ist. Interessant ist aber doch, wenn die Realität die Werbung rechts überholt und ihr neue, ungewollte Bedeutung gibt: in diesem Fall dem Thema Fitness und den neuen, gefährlichen Wegen.

Fotografiert am 15. Oktober 2008 (Steyr, Taborknoten).
*) Wir verstehen uns nicht als Werber, sondern als Planer und Umsetzer von Corporate Design, Kommunikation und Orientierung.
Montag, 22. September 2008
Michael Atteneder
Das ist die Visitenkarte für das Wiener Sequoia-Quartett.

Eine Kleinigkeit, aber ich versuch dran was zu erklären, was ich (Neu)kunden oft zu erklären versuche: Gutes Grafik Design – und da im Besonderen Logos – müssen gut merkbar sein. Nona. Eine Falle dabei könnte sein, dass sie von der Idee her zu einfach, zu rasch einleuchtend sind. Der Hobel für den Tischler etwa. Ich hab den Eindruck, dass das „Merken“ besser funktioniert, wenn der Betrachter einmal ums Eck denken muss, wenn die Grafik eine inhaltliche oder visuelle Irritation beinhaltet.
Das funktioniert hier einfach und gut:

Das Auge versucht beim diagonal abgeschnittenen „Q“ ein Dreieck zu sehen. Aber dort, wo die Diagonale weiter links oben das „E“ von der anderen Seite schneidet, verwandelt sich die Fläche in eine Linie.

Und das irritiert. Find ich gut.
Donnerstag, 21. Juni 2007
Michael Atteneder
Vor zirka einem Jahr haben wir begonnen, den Lieferanten für die von uns entworfenen Produkte nach Vorliegen der Muster FeedBack zu geben. Daraus haben sich zahlreiche Vorteile und Qualitästverbesserungen in der Produktion ergeben:
- Wir schauen uns die fertigen Produkte genau an und prüfen Druck- und Verarbeitungsqualität.
- Wir reflektieren die administrative Abwicklung.
- Wir stellen Fragen und bekommen Antworten aus der Produktion, die uns helfen, bei neuen Projekten auf Produktionsumstände besser Rücksicht zu nehmen.
- Wir bleiben in Kontakt mit den Lieferanten.
- Die gegenseitige Wahrnehmung und Wertschätzung steigt – immer öfter binden uns die Hersteller bei Unklarheiten und Problemen rechtzeitig ein. Immer seltener sind wir beim fertigen Produkt mit unveränderlichen Tatsachen konfrontiert.
Und bei einer Druckerei steht auf den Auftragstaschen im Feld „Anmerkungen“: Achtung!!! Kunde sehr heikel… ;-)
Montag, 19. Februar 2007
Michael Atteneder
Andi Kupfer hat neulich beim Wirt‘n was zur Homepage gesagt (und zu seinem Versuch, jemandem, der uns nicht kennt, unsere Arbeit zu erklären), das eine berechtigte Frage aufgeworfen hat.
Ich hab nachgedacht und die Frage beantwortet.
Der Kupfer-Satz war:
„Ich hab dem … bei der … deine Homepage empfohlen, aber da findet man ja kaum Referenzen drauf.“
Die Antwort ist:
„Die Homepage ist die Referenz.“
Dienstag, 21. November 2006
Michael Atteneder
Gestern haben der Franz Xaver Wimmer, ein freier Journalist, und ich die Vorbesprechung für die möglicherweise nächste Kundenzeitung geführt. Möglicherweise heißt: Wir legen ein Angebot. Und weil wir ja zusammen schon ein paar Zeitungen gemacht haben -
„Natur im Aufwind“ für den Nationalpark Kalkalpen und vom Kunden Ende 2005 irrtümlicherweise und in Unkenntnis des Werts der Marke eingestellt,
„die beste Seit‘n“ für die OÖ Kultiwirte,
das „GenussJournal“ für den Metzgerwirt in St. Veit im Pongau,
den „FERRACULUS“ für das FeRRUM in Ybbsitz und
die „Zeit füreinander“ für das Hotel Drei Brüder in Reith bei Unken -
haben wir leicht sagen gehabt, wie das geht mit dem Zeitung-Machen und auch einen Haufen Muster vorgelegt.
Besonders gut angekommen ist die „Zeit füreinander“. Das war ein wenig überraschend, weil das nicht zu meinen absoluten Lieblingslayouts gehört. Nicht, dass wir uns falsch verstehen: Das Layout ist schon sehr in Ordnung, was Konzept, Planung und Qualität betrifft. Drum gibts ein auch Bild davon – das Kopffoto ist übrigens vom Christof. Aber es ist besonders weit weg von dem, was meine Vorstellung von Grafik Design wäre, wenn es nur um mich/uns ginge.

Das Positive dran – und hier sei auf eine andere Seite verwiesen – ist jedoch, dass dieses Layout mit seinem Abstand zu meiner „eigentlichen Vorstellung“ gut zeigt, was wir unter angewandter Kunst verstehen: den Blick auf den Anwender. Und der hat ein Hotel mit einem klaren Profil, ist gut beraten in Hinblick auf Positionierung und Profil. Dazu passt die Zeitung. Und um das geht’s. Nicht darum, dass wir uns selber stilistisch verwirklichen und wiederfinden und/oder berühmt dafür werden.